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28. Februar: Sieg in der Landeshauptstadt

Das Spiel bei SC Düsseldorf III konnten die Kevelaerer Wasserballer mit 15:12 (2:1; 5:4; 3:4; 5:3) gewinnen. Am Sonntag geht es zuhause gegen Uerdingen ins Spitzenspiel der Rhein-Wupper-Liga.

KEVELAER Gleich auf vier Mitglieder der Stamm-Mannschaft musste Trainer Jens Kohnert in Düsseldorf verzichten: Tom Winkels, Jürgen Pintzke, Matthias Wassenberg und Ben Weynhoven konnten nicht mit in die Landeshauptstadt reisen. Doch schwerer wog zunächst, was der Coach im Wasser geboten bekam. „Wir haben rund ein Drittel unserer Chancen an Pfosten und Latte gesetzt.“ Nach einem Viertel hätten die Kevelaerer schon ganz klar führen können, so aber ging es mit gerade mal einem Tor Vorsprung in die erste Pause. Und richtig absetzen konnte sich der KSV auch in der Folge nicht. Die Gastgeber konnten dran bleiben und immer wieder ausgleichen. Erst im letzten Viertel gelang das nicht mehr. Endlich hatten die Kevelaerer bei ihren Abschlüssen auch mal Glück. Rund vier Minuten vor Schluss konnten sich die Marienstädter dann fast sicher sein, auch ihr siebtes Spiel in dieser Saison zu gewinnen. 14:10 betrug der Vorsprung, der mit großem Kampfgeist erspielt worden war. „Bis auf ein paar Inkonsequenzen in der Zonendeckung haben wir im Prinzip ein gutes Spiel gezeigt“, meinte der Trainer später. „Nur die Chancenauswertung hätte viel besser sein müssen. Düsseldorf hat das machbare aus seinen Möglichkeiten herausgeholt, wir aber hätten dreimal so viel treffen müssen.“ Kohnert lobte die Moral der Mannschaft, die trotz der Rückschläge beim Torabschluss und einiger zu einfacher Gegentreffer bis zur letzten Sekunde gekämpft hat und die Begegnung letztendlich darüber entscheiden konnte. „Sehr gut war auch die Schiedsrichterleistung. Den beiden Unparteiischen ist es gelungen, das Spiel sehr ruhig und fair verlaufen zu lassen.“

Es geht um die Tabellenführung
Ein ganz anderes Kaliber erwartet die Kevelaerer am Sonntag um 15 Uhr im heimischen Bad. Mit Bayer Uerdingen III ist das Team seit langem freundschaftlich verbunden, doch das zählt im Wasser vorübergehend nicht. Dann geht es um die harte Konkurrenz, konkret um die Tabellenführung der Rhein-Wupper-Liga, die zurzeit die Kevelaerer für sich verbuchen. Das Hinspiel in Uerdingen war insgesamt der Auftakt zur neuen Saison und es bescherte dem KSV –zu dem Zeitpunkt für alle überraschend- durch einen 16:14-Sieg die erste Tabellenführung. Die Kevelaerer legten daraufhin einen Sieg nach dem anderen hin, Uerdingen konnte außer gegen Schlusslicht Hellas Wuppertal in den ersten vier Begegnungen nicht punkten. Dann holte sich die Mannschaft Verstärkung durch weitere Ex-Bundesligaspieler. Danach ging kein Spiel mehr verloren, inzwischen stehen sieben Siege drei Niederlagen gegenüber. Sieben Siege kann der KSV auch vorweisen, nur Niederlagen gab es noch nicht – und soll es nach Vorstellung der Mannschaft auch zunächst nicht geben. „Wir werden alles dafür tun, auch diese Punkte für uns zu verbuchen“, sagt Trainer Kohnert. „Aber wir wissen auch, dass wir das trotz bisher dominanter Stellung in der Liga und mit dem Sieg aus dem Hinspiel im Rücken nicht zu leicht angehen dürfen. Die Begegnung wird vermutlich noch schwerer als am vergangenen Sonntag gegen Krefeld.“ Wie auch immer das Spiel ausgeht, eines steht fest: Die Revanche, für wen auch immer, steht schon eine Woche auf dem Plan. Dann nämlich sind die Uerdinger erneut in Kevelaer zu Gast, diesmal zum Pokal-Halbfinale. Schon das Erreichen dieser Runde hat in Kevelaer historischen Wert, alles darüber hinaus ist Zugabe.

Kevelaerer SV: L. van Mill – Opel, Guray, J. van Mill (1), K. Winkels, Theunissen (2), Ritgens, L. Winkels (3), van Weerdenburg (8), van Ophuizen, Kohnert, R. van Mill (1).

Stefan Mülders

KSV-Torwart Lars van Mill griff gegen Düsseldorf öfter daneben als gewohnt. Zum Sieg reichte es trotzdem. (Foto: Stefan Mülders)

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Autor: stemu -- 18.03.2012; 21:37:18 Uhr

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